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500 kW Kälteleistung im laufenden Betrieb – Entkernung und Neuaufbau der RZ-Technikfläche

Im Rahmen einer umfassenden Infrastrukturmodernisierung realisierte Daterra (ehem. FM Service) die Entkernung und den kompletten Neuaufbau einer zentralen Technikfläche. Das Projekt umfasste die strukturelle Transformation: Ein historisch gewachsenes, unstrukturiertes Bestandsrechenzentrum wurde in eine geordnete Kaltgang-Struktur überführt. Neben dem Rückbau der Altbestände installierte das Team ein neues Klimasystem mit einer Kälteleistung von 500 kW. Sämtliche Maßnahmen erfolgten innerhalb von sechs Monaten bei kontinuierlich fortlaufendem, unterbrechungsfreiem Betrieb der aktiven IT-Systeme.

Leistungen im Projekt: komplette Abwicklung der Sanierung als Generalunternehmer

Als Generalunternehmer übernahm Daterra die operative Gesamtvortriebs- und Führungsverantwortung für das Modernisierungsvorhaben. Das Leistungsspektrum umfasste die lückenlose technische und organisatorische Schnittstellensteuerung aller involvierten Gewerke. Durch eine engmaschige Fachbauleitung stellte das Projektteam sicher, dass sämtliche Eingriffe in die Gebäudestruktur ohne Unterbrechung der aktiven Kundensysteme realisiert wurden.

Projekt-Highlights – Umstrukturierung zur Kaltgang-Architektur

Daterra wandelte die historisch gewachsenen Strukturen in eine geordnete Infrastruktur um, die hohe Leistungsdichten sicher abfängt. Den zentralen Meilenstein der Neuaufstellung bildet die verlässliche thermische Trennung der Luftströme sowie eine ausfallsichere Medien- und Energiezuführung.

Die folgenden technischen Spezifikationen prägen die modernisierte Technikfläche:

Projektabwicklung: strukturierter Umbau ohne Betriebsunterbrechung

Der operative Umbau erfolgte in klar strukturierten Bauphasen, um Beeinträchtigungen des laufenden IT-Betriebs vollständig auszuschließen.

In der ersten Phase führte das Projektteam die schrittweise Entkernung der alten Technikfläche durch. Nach dem Rückbau der Altbestände folgten die Rohbau- und Montagearbeiten für das neue Doppelbodensystem sowie die Errichtung der Stahlkonstruktion. Im Anschluss installierten die Fachgewerke die Kältetechnik, verlegten die Kabeltrassen durch die angrenzenden Gebäudebereiche und erneuerten die Energie- sowie Sicherheitssysteme. Nach erfolgreicher Einregulierung aller Anlagen erfolgte die betriebsbereite Übergabe exakt sechs Monate nach Baubeginn.

Besondere Herausforderungen – kabelgebundene Trassenführung durch Fremdräume

Die Rückbau- und Aufbaumaßnahmen erforderten ein Höchstmaß an Präzision, da die Entkernung und der Neuaufbau bei laufendem Betrieb der aktiven Systemarchitektur stattfanden. Um Staubemissionen, Erschütterungen und thermische Schwankungen von den bestehenden IT-Flächen fernzuhalten, richtete das Montageteam bauliche Schutzmaßnahmen ein und taktete geräuschintensive Arbeiten außerhalb der regulären Betriebszeiten.

Eine zusätzliche technische Schnittstelle bildete die Verlegung neuer Kabeltrassen in Fremdräumen. Die Trassenführung durch angrenzende, von Dritten genutzte Gebäudebereiche verlangte eine engmaschige Abstimmung mit den jeweiligen Nutzern. Sämtliche Durchbrüche und Montagearbeiten mussten termingerecht getaktet werden, um fremde Arbeitsprozesse nicht zu beeinträchtigen.

Die primäre Anforderung lag in der Umstellung eines unstrukturierten Bestands in eine Kaltgang-Architektur, ohne dass es zu Unterbrechungen der Stromversorgung oder Kühlung im Serverraum kam. Durch die temporäre Umschaltung von Versorgungspfaden und die schrittweise Einhausung der Serverreihen gelang der Wechsel in die neue Struktur bei voller Ausfallsicherheit.