Daterra (ehem. FM Service) realisierte die umfassende Ertüchtigung der Niederspannungsversorgung für ein Rechenzentrum. Bei einer Gesamtleistung von 800 kW erfolgte der komplette Neubau der Versorgungsstruktur parallel zum aktiven Betrieb der Bestandsanlage. Der zeitliche Rahmen von fünf Monaten erforderte eine strukturierte Taktung sämtlicher Eingriffe, um Unterbrechungen der Energieversorgung während der gesamten Bauphase auszuschließen.
Leistungen im Projekt – operative Gesamtabwicklung durch Daterra
Als Generalunternehmer steuerte Daterra die gesamte Erneuerung der Niederspannungsversorgung im Rechenzentrum. Zur Vermeidung von Unterbrechungen im laufenden Betrieb führte das Team die elektrotechnischen und baulichen Gewerke unter einer übergreifenden Projektleitung zusammen.
- Konzeptionierung und Planung: Das Team unterstützte bei der technischen Ausarbeitung der neuen Niederspannungsversorgung, um eine nahtlose Integration in die bestehende Infrastruktur sicherzustellen.
- Generalunternehmerschaft: Daterra übernahm die leitende Ausführung und Steuerung aller Projektphasen inklusive der finalen, betriebsbereiten Übergabe.
- Gewerkeübergreifende Projektleitung: Die technische und organisatorische Führung erstreckte sich über alle elektrotechnischen Maßnahmen, um die Einhaltung sämtlicher Sicherheits- und Qualitätsstandards zu gewährleisten.
- Koordination der Subunternehmer: Daterra steuerte die Abstimmung und zeitliche Taktung aller beteiligten Fachfirmen über den gesamten Bauzeitraum.
Projekt-Highlights: USV-Provisorien zur Überbrückung unter Volllast
Die technische Konzeption der Anlage sichert die Energieversorgung über eine dimensionierte Gesamtleistung von 800 kW. Im Zentrum des Umbaus steht der vollständige Neubau der Niederspannungshauptverteilung, die über eine eigenständige Stahlkonstruktion im Technikraum integriert wird.
Die Absicherung des aktiven Rechenzentrums erfolgt durch den Neubau von USV-Serverraum und Batterieanlagen, deren Einbindung im laufenden Betrieb über maßgeschneiderte Provisorien realisiert wird. Eine angepasste Umprogrammierung der Generatorsteuerung gewährleistet die unterbrechungsfreie Notstromversorgung der gesamten Infrastruktur.
Projektabwicklung: Ablauf der schrittweisen Modernisierung im laufenden Betrieb
Die Umsetzung startete mit der Konzeptionierung und Planung der neuen Niederspannungshauptverteilung. Auf dieser Basis errichtete das Projektteam im Technikraum eine eigenständige Stahlkonstruktion, auf der der parallele Aufbau der neuen Verteilung stattfand, während die bestehende Anlage die Energieversorgung unter Volllast aufrechterhielt.
Im nächsten Schritt folgte die Errichtung von USV- und Batterieanlagen direkt im laufenden Betrieb. Zur Überbrückung kamen maßgeschneiderte Provisorien zum Einsatz, die die Stromversorgung zu jedem Zeitpunkt lückenlos absicherten. Nach der Umprogrammierung der Generatorsteuerung für ein abgestimmtes Zusammenspiel mit den neuen Systemen folgte die schlüsselfertige Übergabe nach fünf Monaten Bauzeit.
Besondere Herausforderungen – lückenloser Schutz der IT-Systeme im Parallelbetrieb
Die kritische Anforderung des Projekts lag in der durchgehenden Aufrechterhaltung der Stromversorgung unter Volllast. Um den unterbrechungsfreien Betrieb der Rechenzentrumsinfrastruktur abzusichern, erfolgte ein zeitweise zeitgleicher Parallelbetrieb von Alt- und Neuanlage während der gesamten Bauphase.
Der gezielte Einsatz von Provisorien stellte die USV- und Batterieversorgung während der schrittweisen Entkopplung sowie beim Neuaufbau lückenlos sicher. Durch die angepasste Umprogrammierung der Generatorsteuerung blieb die vollwertige Notstromfähigkeit des Gesamtsystems auch in den sensiblen Umschaltmomenten ohne jede Beeinträchtigung erhalten.