Haben Sie noch Fragen?

+49 211 415557-50

Inhaltsverzeichnis

800-kW-Niederspannung im Rechenzentrum – Erneuerung im laufenden Betrieb

Daterra (ehem. FM Service) realisierte die umfassende Ertüchtigung der Niederspannungsversorgung für ein Rechenzentrum. Bei einer Gesamtleistung von 800 kW erfolgte der komplette Neubau der Versorgungsstruktur parallel zum aktiven Betrieb der Bestandsanlage. Der zeitliche Rahmen von fünf Monaten erforderte eine strukturierte Taktung sämtlicher Eingriffe, um Unterbrechungen der Energieversorgung während der gesamten Bauphase auszuschließen.

Leistungen im Projekt – operative Gesamtabwicklung durch Daterra

Als Generalunternehmer steuerte Daterra die gesamte Erneuerung der Niederspannungsversorgung im Rechenzentrum. Zur Vermeidung von Unterbrechungen im laufenden Betrieb führte das Team die elektrotechnischen und baulichen Gewerke unter einer übergreifenden Projektleitung zusammen.

Projekt-Highlights: USV-Provisorien zur Überbrückung unter Volllast

Die technische Konzeption der Anlage sichert die Energieversorgung über eine dimensionierte Gesamtleistung von 800 kW. Im Zentrum des Umbaus steht der vollständige Neubau der Niederspannungshauptverteilung, die über eine eigenständige Stahlkonstruktion im Technikraum integriert wird.

Die Absicherung des aktiven Rechenzentrums erfolgt durch den Neubau von USV-Serverraum und Batterieanlagen, deren Einbindung im laufenden Betrieb über maßgeschneiderte Provisorien realisiert wird. Eine angepasste Umprogrammierung der Generatorsteuerung gewährleistet die unterbrechungsfreie Notstromversorgung der gesamten Infrastruktur.

Projektabwicklung: Ablauf der schrittweisen Modernisierung im laufenden Betrieb

Die Umsetzung startete mit der Konzeptionierung und Planung der neuen Niederspannungshauptverteilung. Auf dieser Basis errichtete das Projektteam im Technikraum eine eigenständige Stahlkonstruktion, auf der der parallele Aufbau der neuen Verteilung stattfand, während die bestehende Anlage die Energieversorgung unter Volllast aufrechterhielt.

Im nächsten Schritt folgte die Errichtung von USV- und Batterieanlagen direkt im laufenden Betrieb. Zur Überbrückung kamen maßgeschneiderte Provisorien zum Einsatz, die die Stromversorgung zu jedem Zeitpunkt lückenlos absicherten. Nach der Umprogrammierung der Generatorsteuerung für ein abgestimmtes Zusammenspiel mit den neuen Systemen folgte die schlüsselfertige Übergabe nach fünf Monaten Bauzeit.

Besondere Herausforderungen – lückenloser Schutz der IT-Systeme im Parallelbetrieb

Die kritische Anforderung des Projekts lag in der durchgehenden Aufrechterhaltung der Stromversorgung unter Volllast. Um den unterbrechungsfreien Betrieb der Rechenzentrumsinfrastruktur abzusichern, erfolgte ein zeitweise zeitgleicher Parallelbetrieb von Alt- und Neuanlage während der gesamten Bauphase.

Der gezielte Einsatz von Provisorien stellte die USV- und Batterieversorgung während der schrittweisen Entkopplung sowie beim Neuaufbau lückenlos sicher. Durch die angepasste Umprogrammierung der Generatorsteuerung blieb die vollwertige Notstromfähigkeit des Gesamtsystems auch in den sensiblen Umschaltmomenten ohne jede Beeinträchtigung erhalten.