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Brandschutz-Expertise im Rechenzentrum – Errichtung einer F90 Brandwand im laufenden Betrieb

F90 Brandwand
Die Modernisierung aktiver Rechenzentren erfordert höchste Präzision. Daterra (ehem. FM Service) realisierte die Errichtung einer F90-Brandwand in einem hochverfügbaren Umfeld, um den Standort nachhaltig abzusichern. Durch technisches Schnittstellenmanagement wurde die Lösung ohne Unterbrechung der IT-Systeme umgesetzt.

Leistungen im Projekt – präzise Generalunternehmerschaft für maximale Sicherheit

Die Umsetzung erfolgte im Rahmen einer Generalunternehmerstruktur mit einer präzisen Steuerung sämtlicher technischer Abläufe und Schnittstellen. Ein spezialisiertes Team aus Projektleitern, Architekten und Statikern stellte die fachgerechte Ausführung der Brandschutzmaßnahme sicher. Da die Errichtung der F90-Wand direkt in die bestehende Infrastruktur des Rechenzentrums eingriff, bildete die Koordination der 30 aktiven Fachkräfte und sechs beteiligten Gewerke den Kern der Leistung.

Projekt-Highlights: nahtlose Integration neuer Brandabschnitte in die Bestandsarchitektur

Das wesentliche Ergebnis der Maßnahme ist die lückenlose Trennung der Brandabschnitte von der Rohdecke bis zum Rohboden. Ein entscheidender Teil der Umsetzung war die vorbereitende Anpassung der TGA-Infrastruktur, um den Raum für die massiven Wandelemente freizumachen. Durch die präzise Planung wurde die bauliche Integrität gewahrt, während die neue Schutzbarriere ohne funktionale Einschränkungen für das Rechenzentrum fertiggestellt wurde.

Projektabwicklung: sechs Monate koordinierte Umsetzung technischer Vorgaben

Die Realisierung folgte einer definierten Etappierung über einen Zeitraum von sechs Monaten. Den Auftakt bildete eine tiefgreifende Bestandsanalyse der Infrastruktur sowie die baurechtliche Prüfung der Brandschutzanforderungen. In Abstimmung zwischen Architektur und Statik wurde die Positionierung der F90-Wand festgelegt, bevor die aktive Bauphase im September startete.

In der Umsetzungsphase steuerte Daterra als Generalunternehmer die parallelen Prozesse. Ein Fokus lag auf der Koordination der Schnittstellen, um die Verlegung der technischen Gewerke zeitlich präzise mit dem Wandaufbau zu verzahnen. Durch die Bauleitung vor Ort wurden alle Schritte im Zeitfenster realisiert, sodass der Abschluss im Februar mit der finalen Abnahme erfolgte.

Besondere Herausforderungen – Bauen im laufenden Betrieb unter winterlichen Bedingungen

Die größte Schwierigkeit bestand in der Durchführung der Arbeiten während der Wintermonate bei gleichzeitigem Schutz der sensiblen Umgebung. Um die Materialgüte und die Ausführungsqualität zu sichern, errichtete Daterra ein beheiztes Schutzzelt direkt über dem Arbeitsbereich. Parallel dazu forderte der laufende Betrieb des Rechenzentrums eine staubfreie und erschütterungsarme Arbeitsweise, um die Verfügbarkeit der IT-Systeme nicht zu gefährden. Zur Bewältigung der logistischen Anforderungen und zur Gewährleistung der Arbeitssicherheit bei Höhenarbeiten kam zudem ein umfassendes Schutz- und Arbeitsgerüst zum Einsatz.